Softwärchen für Übersetzer*innen

Heute geht es um kleinere, aber sehr nützliche Software-Anwendungen für Übersetzer*innen: die neue XBench-Version, einen SDLXLIFF-Konvertierer, weitere SDL-Formatkonvertierer und IntelliWebSearch.

Xbench 3.0

xbenchApSICs Xbench habe ich in diesem Blog schon einmal erwähnt, als die Xbench-Version 2.9 erschien. Im Dezember 2012 veröffentlichte ApSIC nun die Version 3.0 in einem neuen Beta-Programm, das auch die Abkehr von der bisherigen Kostenloskultur bedeutet.
Laut Hersteller sind einige der wichtigsten Neuerungen:

  • Durchgängige Unicode-Unterstützung
  • Integration der Hunspell-Wörterbücher zur Rechtschreibprüfung
  • Unterstützung von MemoQ6-XLIFF-Dateien
  • Unterstützung von Wordfast Pro 3.1
  • Unterstützung von multilingualen TMX-Dateien
  • Unterstützung von Qt-Linguist-Dateien
  • Unterstützung der neuen Apple-Glossare (Mountain Lion)
  • Unterstützung von DejaVu-Satellite-Projekten
  • Neue Such- und Qualitätssicherungsfilter für 100%-Matches

Weitere Hinweise zu den grundlegenden Xbench-Funktionen enthält mein Artikel zur Xbench 2.9.
Der Hersteller ApSIC ist ein Sprachdienstleister für technische Übersetzungen und Softwarelokalisierung, der die Xbench ursprünglich für den eigenen Bedarf entwickelte. Das Unternehmen stellte das Tool in der Vergangenheit kostenlos zur Verfügung und profitierte von den Kommentaren und Rückmeldungen externer Nutzer, die in die Weiterentwicklung des Tools einflossen.
Da mittlerweile die externen Anforderungen an das Tool nicht mehr unbedingt mit den eigenen Anforderungen ApSICs an die Xbench übereinstimmen, entschloss sich das Unternehmen zur Kommerzialisierung des Programms. Dieser Schritt wurde Mitte Dezember 2012 im ApSIC-Tools-Weblog mitgeteilt (Xbench 3.0 Beta Released – Changing Gears). Nach diesen Informationen soll die Vorgängerversion Xbench 2.9 weiterhin kostenlos bleiben. Für die kostenpflichtige Version Xbench 3.0 gilt folgende Abopreisstaffelung:

  • 19 € pro Jahr bei Buchung bis 10. Januar 2012
  • 39 € pro Jahr bei Buchung bis 17. Januar 2012
  • 59 € pro Jahr bei Buchung bis 24. Januar 2012
  • 79 € pro Jahr bei Buchung bis zum offiziellen Ende der Beta-Phase

Weitere Hinweise zum Lizenzsystem enthält der Blog-Artikel Understanding the Xbench 3.0 License System.

SDLXLIFF-Konvertierer

In seinem Blog-Artikel My favourite OpenExchange apps in 2012… beschreibt Paul Filkin den SDLXLIFF to Legacy Converter, mit dem SDLXLIFF-Dateien in das „alte“ bilinguale Trados- bzw. Wordfast-Format oder in das TTX-Format exportiert werden können. Auch der umgekehrte Weg, also der Import derartiger Dateien ins SDLXLIFF-Format ist mit diesem Tool möglich. Es gibt den SDLXLIFF to Legacy Converter in einer Version für Studio 2011 und einer für Studio 2009 (beide auf derselben Seite abrufbar).

SDLXLIFF to Legacy Converter
Screenshots zu diesem Tool finden sich auf der OpenExchange-Plattform der SDL TranslationZone hier. Eine bebilderte Kurzanleitung liefert der Blog-Artikel SDL Trados Studio 2011 – SDLXLIFF To Legacy Converter.

Weitere SDL-Formatkonvertierer

SDLTM- und SDLTB-Konvertierer

Jean-Philippe Odent hat den WfConverter veröffentlicht, mit dem Wordfast-Nutzer*innen SDLTM-Dateien (von SDL Trados Studio erzeugte Translation Memories) in das TMX-Format und SDLTB-Dateien (von SDL MultiTerm erzeugte Terminologiedatenbanken) in das CSV-Format umwandeln können, ohne dabei SDL Trados Studio oder SDL MultiTerm einzusetzen.
Eine ausführliche Video-Anleitung bietet der „CAT-Guru“ (Dominique Pivard) bietet in seinem Videoblog-Beitrag Convert SDLTM and SDLTB without Studio or MultiTerm.

Glossary Converter

Der Glossary Converter von Gerhard Kordmann kann noch mehr: Er konvertiert Glossare in Tabellenform (CSV-, XLS- oder XLSX-Format) in das Terminologiedatenbank-Format SDLTB oder MDB. Das funktioniert auch in der umgekehrten Richtung.

Glossary Converter
Auch für dieses Tool bietet Paul Filkin eine gute Anleitung mit Glossaries made easy….

IntelliWebSearch

iws240x34Über IntelliWebSearch (IWS) habe ich in diesem Blog bereits mehrfach berichtet. Neu bei IWS ist die Datenbank für Suchabfragen. Bisher wurde IWS mit einem riesigen Fundus an Suchseiten ausgeliefert. Die neue Datenbank für Suchabfragen vereinfacht nun die personalisierte Auswahl an vorinstallierten Suchseiten durch die IWS-Nutzer*innen enorm und erleichtert auch das Nachinstallieren neuer Suchseiten. Eine entsprechende Anleitung befindet sich auf der Ergebnisseite der jeweiligen Datenbankabfrage.
Die Datenbank kann als Übersicht über interessante übersetzungsspezifische Ressourcen durchaus auch für Nicht-IWS-Nutzer*innen interessant sein – es ist sogar möglich, sich über Datenbankneuzugänge per RSS-Feed
informieren zu lassen. Und es darf übrigens auch jedermann/jedefrau Beiträge zur Datenbank leisten.

Alle Auskünfte nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr.

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