Click.to alles Mögliche (Evernote, PDF, Wolfram Alpha …)

Wäre es nicht superpraktisch, wenn man kopierte Wörter mit einem Klick bei Wikipedia oder Wolfram Alpha nachschlagen könnte? Oder kopierte Textpassagen und Screenshots mit einem Klick bei Evernote[1] speichern könnte? Obwohl ich ein Tastaturfan bin, würde diese Ein-Klick-Mauslösung meine Arbeit enorm beschleunigen. Seit ein paar Tagen ist das in meinem Übersetzeralltag keine Wunschvorstellung mehr: seit ich Click.to nutze.

Wie funktioniert Click.to?

Im Grunde bemächtigt sich Click.to der Tastaturkürzel Strg+C und Strg+X bzw. der per rechtem Mausklick aufgerufenen Funktionen Kopieren und Ausschneiden. Click.to erweitert diese Funktionen um die Möglichkeit, den Inhalt der soeben gefüllten Windows-Zwischenablage mit einem Klick an bestimmte Anwendungen zu schicken. Hier ein Beispiel:

clicktoicons
Der Benutzer kann die Anzeigedauer für diese Icons festlegen. Sie verschwinden aber auch automatisch spätestens dann, wenn über die Tastatur neuer Text eingegeben wird – und stören daher meinen Arbeitsfluss beim Übersetzen nicht.

Besonders praktisch finde ich, dass Click.to das Ergebnis der Suche bei Wikipedia bzw. Wolfram Alpha vorab einblendet. Ich kann dann entscheiden, ob ich mit einem weiteren Klick die präsentierte Textpassage kopieren oder die Webseite in meinem Browser aufrufen möchte:

clicktowikipedia

Welche Anwendungen kann ich mit Click.to aufrufen?

Einen guten Überblick über die Mächtigkeit von Click.to bietet die Seite www.clicktoapp.com/de/what-is-click-to. Der Benutzer kann selbst festlegen, welche Anwendungen als Icon und welche nur auf der Click.to-Liste angezeigt werden. Die Anwendungen auf der Liste bzw. die Icons kann er nach eigenem Gutdünken sortieren. Und er kann natürlich auch neue Webaktionen und Programme zur vorgegebenen Liste hinzufügen (ich habe beispielsweise die Duden-Onlinesuche hinzugefügt):

clicktos
Wie Webaktionen hinzugefügt werden, ist hier sehr gut erklärt. Die Anleitung für das Hinzufügen von Programmen findet sich hier.

Was kostet Click.to?

Click.to ist kostenlos.

Fazit

Click.to steht bei mir in Konkurrenz zu IntelliWebSearch (ein Programm, das ich in meinem Blog hier vorgestellt habe) und hat derzeit die Nase vorn.

Warum? Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, vor allem wegen der Vorschau von Suchergebnissen. Und dank der Evernote-Integration, die aber nicht in Konkurrenz zu IntelliWebSearch steht, sondern konkurrenzlos gut ist. 🙂

Nachtrag

Weitere Blog-Einträge zu click.to im Ü-wie-Übersetzen-Blog finden sich in der Kategorie click.to.

[1] Über Evernote habe ich in diesem Blog schon mehrmals geschrieben. Begonnen hat es hier.

5 Kommentare

  1. LJ

    Die Interferenzen von Click.to mit Word sind mittlerweile behoben: Click.to verträgt sich endlich mit Word.

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  2. Antje

    Prima, dann werde ich es bei meinem nächsten Upgradeversuch/Browserumstieg nochmal versuchen.
    Momentan arbeite ich aber wieder/noch glücklich und zufrieden mit FF4 + Google-Toolbar.

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  3. LJ

    Heute hat mir der Click.to-Support eine Mail geschickt: sie kümmern sich um die Interferenzen von Click.to mit Word. Ich hoffe, dass das Problem damit bald behoben ist.

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  4. LJ

    Hallo Antje,
    das Problem mit dem Einfügen von Sonderzeichen in Word tritt bei mir ebenfalls auf. Ich habe mich diesbezüglich an den Click.to-Support gewandt und hoffe, dass die click.to-Mannschaft in Karlsruhe das Problem lösen kann.
    Zur temporären Behebung des Problems ist eine Deinstallation von Click.to meines Erachtens nicht nötig. Es reicht, Click.to während der Arbeit mit Wordfast zu beenden (wenn man denn Click.to für andere Aufgaben, z.B. bei der Archivierung, weiternutzen möchte).

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  5. Antje

    Hallo Lisa,
    da die von mir sehr geschätzte Google-Toolbar (mit frei hinzuwählbaren Suchseiten) bei den neuen Firefox-Versionen nicht mehr unterstützt wird, war ich für den Tipp sehr dankbar und habe gestern mal als mögliche Alternative nach dem Upgrade zu FF6 auch Click.to installiert.
    Leider klappte der Betrieb nicht lange, die Übergabe an FF6 gab irgendwann nur noch Fehlermeldungen (auch von anderen Programmen, z.B. Links aus Mails), daher bin ich wieder auf FF4 umgestiegen.
    Das Hauptproblem löste sich damit aber nicht: Seit der Installation waren die Wordfast-Tastatur-Shortcuts defekt, bei jedem Öffnen und Schließen eines Segments wurden Sonderzeichen (Smileys) eingefügt. Das habe ich nicht klären können, erst nach Deinstallation von Click.to funktionierte Wordfast wieder ordnungsgemäß – leider ein K.O.-Kriterium für das Tool …
    Hattest Du diesen Effekt nicht?`(Win 7, Word 2010, WF 5.92 und dann 6.01).

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