Auf gute Zusammenarbeit!

Die Qualität einer Übersetzung wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Wenn der Kunde versteht, wie ein professioneller Übersetzer arbeitet, kann dies dazu beitragen, dass der Übersetzer bei seiner Aufgabe besser unterstützt wird und so eine bessere Übersetzung liefern kann. Daher enthält die vorliegende Seite zwei Abschnitte:

Weitverbreitete Irrtümer im Zusammenhang mit dem Übersetzen

Mit diesen Irrtümern soll hier aufgeräumt werden (Auszüge aus der Broschüre „Übersetzen und Dolmetschen: Mit Sprachen arbeiten“, die 2009 von der europäischen Kommission veröffentlicht wurde und hier bezogen werden kann):

„Alles, was man zum Übersetzen braucht, ist ein gutes Wörterbuch.“
FALSCH.
Übersetzen ist ein Beruf, den man erlernen muss. Wäre ein Wörterbuch ausreichend, dann gäbe es nicht so viele schlechte Übersetzungen. (Denken Sie nur an die zahlreichen unverständlichen Bedienungsanleitungen und an die gut gemeinten, aber oft eher amüsanten als hilfreichen Hinweise in Hotels.)
„Als guter Übersetzer benötigen Sie doch keine Wörterbücher oder Bezugsdokumente; übersetzen Sie einfach, was da steht!“
FALSCH.
Recherchen sind unabdingbar für das Übersetzen. Übersetzer müssen verschiedene Informationsquellen und Termini prüfen und kritisch unter die Lupe nehmen.
„Mein dreisprachiger Assistent kann alle Übersetzungen für mich übernehmen.“
FALSCH.
Jemand, der eine Fremdsprache beherrscht, ist nicht automatisch auch in der Lage, gut zu übersetzen.
„Computer werden Übersetzer schon bald überflüssig machen.“
FALSCH.
Einige maschinelle Übersetzungen sind zwar sehr brauchbar, doch werden Computer nie so gut übersetzen können wie Menschen, weil die Nuancen und Feinheiten der Sprache die künstliche Intelligenz immer noch übersteigen. Die heutzutage auf dem Markt erhältlichen, immer leistungsfähigeren Übersetzungsanwendungen sind allerdings eine echte Arbeitserleichterung.

Was können Sie als Auftraggeber tun, um eine gute Übersetzung zu erhalten?

Die folgenden Anregungen sind ebenfalls der Broschüre Übersetzen und Dolmetschen: Mit Sprachen arbeiten entnommen.

  • Geben Sie dem Übersetzer alle Unterlagen („Referenzmaterial“), die er für seine Arbeit benötigen könnte: Bereits übersetzte einschlägige Texte, technische Dokumentation, Glossare usw. können ihm eine wertvolle Hilfe sein. Es lohnt sich, Sie werden es am Ergebnis merken.
  • Geben Sie immer an, wofür und für wen der Text bestimmt ist (ob er nur der Information dient, ob er veröffentlicht wird, ob er zu Werbezwecken verwendet werden soll). Bei einem Text, der veröffentlicht werden soll, erwarten Sie natürlich eine höhere Qualität; der Übersetzer muss dann besonders sorgfältig arbeiten. Wurde eine Rohübersetzung zu Informationszwecken geliefert, so sollte sie nur nach Rücksprache mit dem Übersetzer zu anderen Zwecken verwendet werden.
  • Lassen Sie dem Übersetzer ausreichend Zeit. Vergessen Sie nicht: Gute Übersetzer haben viele Kunden – Sie sind nicht der einzige. Und: Je knapper der Termin, desto teurer wird’s. Wie lange die Übersetzung dauert, hängt auch von Schwierigkeitsgrad und Ausgangssprache ab.
  • Geben Sie dem Übersetzer eine Rückmeldung. Dann wird seine nächste Übersetzung für Sie noch besser.

In diesem Sinne: Auf gute Zusammenarbeit!

Ähnliche Ratschläge enthält auch die Broschüre „Übersetzen – (k)eine Glückssache“. Diese Einkaufshilfe für Übersetzungsdienstleistungen kann kostenlos auf Deutsch oder Englisch abgerufen werden.